11.07.2026

Professjubiläen 2026

Am 11. Juli 2026 feierten vier Mitschwestern ihr Professjubiläum. Dem Festgottesdienst stand Bischofsvikar Dr. Adolf Trawöger vor.

Mit Dr. Adolf Trawöger, Bischofsvikar für Orden, Säkularinstitute und geistliche Gemeinschaften, zelebrierten P. Paul Weingartner OCD, Msgr. Mag. Ewald Kiener und P. Mag. Josef Pichler osfs.

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von Mitschwestern, Matthäus Edinger an der Orgel, Familie Erwin und Theresia Haderer mit Niklas und Annika (Kinder) mit Trompete, Klarinette und Querflöte.

Professjubiläum – Rückblick auf ein erfülltes Leben

Schwester M. Margret Grill, Generaloberin der Marienschwestern vom Karmel stellte jede Jubilarin vor, wie sie ihre Berufung in der Kongregation gelebt hat.

Ihr 70jähriges Profess-Jubiläum feierte Sr. M. Leopoldine Hollnsteiner aus Piberbach/Kematen an der Krems. 41 Jahre lebte sie ihre Berufung als Marienschwester in der Pflege kranker Menschen im Krankenhaus Kirchdorf, einige Jahre wirkte sie im Kurhaus Bad Mühllacken zum Wohl der Gäste und seit 2005 im Mutterhaus, davon die ersten 12 Jahre als Hausoberin.

Ihr 65jähriges Professjubiläum feierte Sr. M. Reintraud Hattmannsdorfer aus St. Georgen an der Gusen. Sie lebte ihre Berufung als Marienschwester im Einsatz für das Wohl der Gäste als Kneipp-Bademeisterin in Bad Kreuzen und Aspach durch 53 Jahre hindurch. Seit 2017 lebt sie im Mutterhaus.

Ihr Diamantenes Professjubiläum feierte Sr. M. Judith Leithner aus Pfarrkirchen im Mühlkreis. Sie lebte ihre Berufung als Marienschwester im Einsatz für die Patient:innen des Krankenhauses Kirchdorf (32 Jahre) und für die Gäste in Aspach (9 Jahre) und Bad Kreuzen (19 Jahre).

Ihr Goldenes Professjubiläum feierte Sr. M. Bernadette Steiner aus Pabneukirchen. Als Schneidermeisterin und Lehrerin für textiles Werken fertigt sie größtenteils die Ordenskleidung an. Sie leitete 30 Jahre die Ordensausbildung, war 24 Jahre Generalvikarin und ist seit 2017 Hausoberin im Mutterhaus.

Gedanken aus der Predigt

Im Mittelpunkt der Festpredigt von Ordensvikar Dr. Adi Trawöger stand die Kraft der Begegnung. „Unser Leben ist eine Geschichte von Begegnungen“, betonte er und erinnerte daran, dass gerade wertschätzende, von Güte und Vertrauen geprägte Begegnungen Menschen verändern und Lebenswege prägen können. Als biblisches Vorbild stellte er die Begegnung Marias mit Elisabeth in den Mittelpunkt. Maria macht sich auf den Weg zu ihrer Verwandten, die sie voller Freude und im Heiligen Geist als Mutter des Herrn begrüßt. In dieser Begegnung werden Glaube, Hoffnung und Gottes Wirken sichtbar: Nicht nur die beiden Frauen begegnen einander, sondern auch Johannes und Jesus – der Wegbereiter und der kommende Messias. Maria antwortet mit dem Magnificat, dem Lobpreis auf Gottes Größe und seine verwandelnde Kraft. Trawöger hob hervor, dass Segen bedeutet, einander Gutes zuzusprechen, und dass Gottes Möglichkeiten größer sind als menschliche Grenzen. Wirklich befreiende Begegnungen geschehen dort, wo der Heilige Geist wirkt – in einem Blick, einem Gruß, einer Umarmung oder einem guten Wort. Den Jubilarinnen dankte er für die vielen Begegnungen, die sie in ihrem Ordensleben ermöglicht und geschenkt haben. Durch ihren Dienst sei viel Gutes gewachsen. Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ und Glückwünschen würdigte er ihr langjähriges Wirken.

Nach dem Fest in der Kirche folgte ein gemütliches Beisammensein der Jubilarinnen und Schwestern mit Verwandten, Weggefährt:innen und Freund:innen im neuen Mutterhaus der Marienschwestern in Bad Mühllacken.

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